Das Leben im Landkreis Starnberg gestalten!

Bayern, die Menschen hier, die idyllische Landschaft, das ist schon immer meine Heimat. Die Region Starnberg ist mir sehr ans Herz gewachsen, denn sie ähnelt dem Landkreis Berchtesgadener Land, in dem ich aufgewachsen bin.

Ich bin Polizistin, mit Leib und Seele. In dieser Tätigkeit habe ich Menschen erlebt, die sich aufgrund ihrer finanziellen Situation keine Wohnung mehr leisten können. Alleinstehende ältere Menschen, denen die Rente nicht zum Leben reicht. Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Ungerechtigkeiten, die man kaum erträgt. Und ich habe kennengelernt, was es bedeutet, als Frau in einem Männerberuf zu arbeiten. Deshalb engagiere ich mich seit Jahren neben meinem Beruf auch als Gewerkschafterin bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und setze mich ein für mehr Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern im Polizeiberuf.

Mein Ziel ist es, das Leben in unserer Heimat ein Stückchen gerechter zu machen. Deshalb bin ich politisch tätig, um für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen.  Ich möchte, dass die Menschen in unserer Region gut und sicher leben können, unabhängig vom Einkommen. Ich möchte, dass niemand seine Heimat verlassen muss, weil  Wohnen zum Luxus wird. Ich möchte, dass Unternehmen der Daseinsvorsorge auch zukünftig in kommunaler Hand bleiben. Ich möchte, dass unsere unberührten Flächen ausgewogen genutzt werden. Ich möchte, dass die zukünftige Mobilität so gestaltet wird, dass immer mehr Menschen in der Region auf ihr eigenes Auto verzichten.

Dafür übernehme ich gerne Verantwortung im Landkreis Starnberg und stelle mich zur Wahl als Landrätin!

Ihre

Manfred Walter, Christiane Kern, Angelika Wenisch, Jakob Stillmark, Julia Ney und Tim Weidner.

Statement zur Podiumsdiskussion „Pro Bannwald“ am 22.01.2020

Landkreisweit sprießen immer mehr neue Gewerbegebiete aus dem Boden. Nicht nur Gauting steht im Fokus, auch das geplante Großgewerbegebiet Schorn sowie ein Gewerbegebiet in Seefelder Aubachtal rücken durch die aktuelle Presseberichterstattung in den Fokus der Öffentlichkeit. Zunächst verständlich, da hier die Gemeinden eine gute Einnahmequelle in Form von Gewerbesteuern sehen.

Weiterhin haben die Unternehmer und Unternehmerverbände ein großes Interesse an der Ausbringung von Gewerbeflächen. Dem kommen die Gemeinden allzu gerne nach, da es sich niemand leisten kann und will, bereits ortsansässige Unternehmen mit ihrer Vielzahl an Arbeitsplätzen zu verlieren. Unser Landkreis Starnberg ist einer der zukunftsfähigsten und wirtschaftlichen stärksten Landkreise der Republik, aber auch zugleich Naherholungsgebiet

Mit jeder Neuausweisung, wird ein Stück Grünfläche „zubetoniert“, muss möglicherweise eine Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet erfolgen oder wie im Falle des Unterbrunner Holzes : ein Waldstück muss gerodet werden.

Nicht zu vergessen: im Landkreis Starnberg herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Das heißt: noch mehr Verkehr, noch mehr Zuzug von Menschen. Damit sind die Kommunen zusätzlich gefordert, den nötigen Wohnraum und soziale Infrastruktur zu schaffen.

Meiner Meinung nach fehlt dem Landkreis die Gesamtperspektive:  in welche Richtung wollen wir unseren Landkreis entwickeln? In welcher Gebietskulisse möchten wir künftig leben?  Das geht nur gemeinsam und im Konsens mit unseren Landkreisgemeinden.

Wir als SPD im Kreistag haben  bereits 2018 den Antrag gestellt, zusammen mit der „gwt“ eine Studie in Auftrag zu geben, in einer Raumanalyse festzustellen, wie viele potentiell noch verfügbare Gewerbeflächen im Landkreis vorhanden sind und welchen Flächenbedarf  Unternehmen benötigen.  Die Flächen sollen nach Kriterien klassifiziert werden, die der Kreistag festlegt; beispielsweise etwa ein möglichst geringer Eingriff in die Natur, in den Wasserschutz, die geringste neue Verkehrsbelastung, Anbindung an den ÖPNV etc. Weiterhin sollen mögliche Baugebiete zur Deckung des entsprechend notwendigen Wohnraums  miteinbezogen werden.

Der Landkreis braucht zudem ein intelligentes Flächenmanagement. Aus unserer Sicht  kann eine entsprechende Flächenmanagement-Datenbank des Landkreises und der Kommunen ein wirksames Instrument zum Flächensparen sein.    

Als Landratskandidatin fordere ich:

Zunächst die „freie Flächen“ in bereits erschlossenen Gewerbegebieten zu bebauen, anstatt neue auszuweisen, landkreisweit zu prüfen, welche Bedarfe an weiteren Gewerbegebieten bestehen. Zudem möchte ich die Gemeinden unterstützen bei ihren Planungen, interkommunale Gewerbegebiete zu schaffen.

Ein attraktiver öffentlicher Personen- und Nahverkehr heißt für mich: Verlässliche Fahrpläne und Taktverdichtungen der S6 und S8, eine Express-S-Bahn auf der Strecke Herrsching – München, Barrierefreiheit aller Bahnhöfe und eine Wiederöffnung der S-Bahn-Haltestelle Weichselbaum – dafür setze ich mich ein!

Sätze wie „Ich würde ja gerne auf das Auto verzichten, aber auf eine pünktliche S-Bahn kann ich mich nicht verlassen“ oder „mit dem Kinderwagen ist es für mich schwierig mit der S-Bahn zu fahren. Ich komme nicht zu Gleisen, da es keinen Lift gibt“ höre ich täglich und sind mir nicht fremd. Durch mein tägliches Pendeln zur Arbeit oder zu Terminen werde ich oft selbst „Opfer“ einer unpünktlichen S-Bahn.

Der Landkreis unternimmt sehr viel in Sachen öffentlicher Verkehrsmittel. Immer mehr Buslinien schaffen Querverbindungen zu den beiden S-Bahnlinien S6 und S8 oder fahren als Expressbusse direkt nach München.

Auch haben wir uns als SPD-Kreistagsfraktion dafür eingesetzt, durch eine Reform des MVV, ein modernes und vor allen Dingen ein faires Tarifsystem einzuführen. Die Verbesserungen durch die Reform: Die Tarifzonen wurden übersichtlicher und billiger, und ein Sozialticket wurde nach langjährigen Forderungen eingeführt.

Fehlende Investitionen im ÖPNV

Trotz hoher Fahrgastzahlen (durchschnittlich 57.840 pro Werktag; Stand 2018), hinkt der Ausbau der S-Bahn und Regionalzüge hinter her. Seit Jahren fehlt es an Investitionen in der Schieneninfrastruktur. Obwohl mehr als 7000 Menschen rund um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen arbeiten, wird die ehemalige S-Bahnhalte-Stelle „Weichselbaum“ an der S8 nicht reaktiviert. Auch an der Barrierefreiheit an Bahnhöfen mangelt es. Gerade mal sechs Bahnhöfe (Gauting, Possenhofen, Starnberg Nord, Stockdorf, Tutzing, Herrsching)  sind im Landkreis barrierefrei. Möglicherweise hilft das vom Bundestag beschlossene Genehmigungsbeschleunigungsgesetzes. Damit sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich schneller werden. So ist eine Entlastung der Kommunen von Finanzierungsbeiträgen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz angedacht.

Der ÖPNV ist ein wichtiger Faktor für den Klimaschutz

Um mehr Menschen für den Verzicht auf das Auto zu begeistern, braucht es einen attraktiven ÖPNV mit zuverlässigen Verbindungen. Weiterhin sollen die Verkehrsmittel für alle Menschen zugänglich sein, mit und ohne Handicap. 

Dafür brauche ich Ihre Unterstützung und Ihre Stimme bei den Kommunalwahlen im Landkreis Starnberg am 15. März 2020.

Kern und Müller bedauern die geplante, nun komplette Verlagerung von ca. 400 Studienplätzen aus Herrsching ins oberfränkische Kronach und fordern, die 470 frei werdenden Studentenzimmer des hauseigenen Wohnheims für die Kommune zu erhalten

Die Landratskandidatin im Landkreis Starnberg, Christiane Kern, und der Bürgermeisterkandidat von Herrsching, Matti Müller, beide SPD, bedauern die Pläne der bayerischen Staatsregierung, nun die komplette Finanz-Ausbildung mit ihren 400 Studierenden und dem 70-köpfigen Lehrpersonal von Herrsching nach Kronach zu verlagern.

„Ursprünglich war immer angedacht worden, nur Teile der Hochschule nach Kronach zu verlagern“, erklärt der Herrschinger Bürgermeisterkandidat. „Dafür sprach auch die eben erst erfolgte Sanierung des Personalbereichs.“

„So sehr wir den Abzug bedauern geht nun auch konkret darum, dass die Kommune ihre Planungshoheit behält und die Nutzung der Anlage in enger Abstimmung mit der Regierung erfolgt“, ergänzt Matti Müller. „Es ist ungemein wichtig, dass die insgesamt 470 Zimmer des Wohnheims, die bisher für die Studenten zur Verfügung gestanden haben, bestehen bleiben“, fügt Landratskandidatin Christiane Kern hinzu. „Wir brauchen dringend kleine, bezahlbare Wohnungen. In Herrsching werden mit dem Abzug der Studenten zahlreiche davon frei – die einzig gute Nachricht für die Region in diesem Zusammenhang. Ein Teil der Wohnungen soll vermietet werden, der andere Teil der Schule könnte als Jugendherberge genutzt werden. „So würden wir die Arbeitsplätze in der Region erhalten und die Vorteile des Gebäudes mit seinen Wirtschafts- und Speiseräumen, der Mensa und der Cafeteria bliebe uns und der Jugend erhalten“, schlagen Kern und Müller vor.

Am 16. Januar 2020, 17 Uhr lädt der Unternehmensverband Wirtschaftsförderung in Landkreis Starnberg ins Hotel „Courtyard By Marriot“ in Oberpaffenhofen zu einer Diskussion mit den fünf Kandidatinnen und Kandidaten für das Landratsamt.

Die Themen sollen sein:

• Wirtschaftsfreundliche Verwaltung
• Klimaschutz und Ökonomie
• Weiterentwicklung Infrastruktur Region StarnbergAmmersee
• Wertschätzung der Wirtschaft in der Region StarnbergAmmersee

Ich freue mich auf die Diskussion.

Ich möchte, dass die Menschen in unserer Region gut und sicher leben können, unabhängig vom Einkommen. Jeder Mensch verdient seinen Platz in unserer Gemeinschaft. Wir brauchen Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten vom Kleinkind bis zu unseren Senioren. Und eine Stärkung des Ehrenamtes, in Vereinen, bei den Feuerwehren und Rettungsdiensten.

Unser Landkreis ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Und dort, wo wir Arbeit finden, möchten wir auch wohnen. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass mehr in den sozialen Wohnungsbau, in genossenschaftliches Bauen und neue Wohnformen investiert wird. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ist eine der Herausforderungen unserer Zukunft. Niemand soll seine Heimat verlassen müssen, weil wohnen zum Luxusgut wird.

Es ist uns ein großes Anliegen verantwortlich zu sein für das was jetzt und zukünftig wichtig ist. Das bedeutet, die regionale Stromerzeugung, die Wasserversorgung, die Müll- und Abwasserentsorgung sowie die Krankenhäuser müssen in regionaler Hand bleiben, damit auch morgen die Kosten noch überschaubar sind. Der Nutzen für die Menschen muss im Vordergrund stehen, nicht der Profit.

Der Landkreis Starnberg ist Wirtschaftsstandort und Naherholungsgebiet zugleich. Ich sehe es als eine meiner wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre, diesen Spagat mit all seinen Konsequenzen zu bewältigen. Neue Gewerbeflächen sollen nur dann ausgewiesen werden, wenn kein unnützer Flächenverbrauch stattfindet und gleichzeitig die Planung von Wohnraum und sozialer Infrastruktur gewährleistet ist.